
Im Alter von 71 Jahren schuf Gioacchino Antonio Rossini 1863 in Passay bei Paris die „Petite Messe solennelle“, die wohl schönste Komposition seiner späten Jahre. Die Messe ist der Gräfin Louise Pillet-Will gewidmet, die das Werk für die Einweihung ihrer privaten Kapelle in Auftrag gegeben hatte. Die Pariser Presse war von der Schönheit des Werkes angetan und lobte vor allem seine harmonischen Kühnheiten. Der Meister verknüpft hier historische Traditionen mit moderner Schreibweise. Kontrapunktische Satztechnik paart sich mit flüchtiger Chromatik und opernhaftem Belcanto. Der Komponist bemerkt dazu: „Ich habe mit Dissonanzen nicht gespart, aber ich habe auch etwas Zucker verwendet.“
Gioacchino Antonio Rossini (1792-1868)
Petite messe solennelle
für Soli, Chor, Klavier und Harmonium
Veronika Zilles, Leitung